Die Orchestergesellschaft Zürich wurde 1947 hervorgehend aus dem „Dilettantenorchester Küsnacht“ gegründet und ist als Verein organisiert. In ihrer 70--jährigen Geschichte musizierte sie mit weltberühmten Solisten. Jungen Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht sie regelmässig solistische Konzertauftritte und gut ausgebildeten Amateur-Musikerinnen und -Musikern aussergewöhnliche Konzertmöglichkeiten. Immer wieder hat sie auch mit Chören zusammengearbeitet.

Heute ist die Orchestergesellschaft Zürich (OGZ) ein ambitioniertes Amateur-Sinfonieorchester mit rund 70 Musikerinnen und Musikern. Ihr Repertoire besteht aus der ganzen Bandbreite sinfonischer Werke. Die OGZ spielt mindestens einmal jährlich im grossen Saal der Tonhalle Zürich und mit ein bis zwei weiteren Programmen in der Region Zürich und der ganzen Schweiz.

Das Orchester steht seit 2014 unter der professionellen Leitung von Olivera Sekulic. Die ebenfalls professionell arbeitende Konzertmeisterin ist Eurydice Devergranne.

Dr Marius Meng 1947 - 1979

Dr. Marius Meng, der neben Klavier und Orgel mehrere Blasinstrumente spielte, gründete 1947 die Orchestergesellschaft. Im Jahre 1933 erlangte er fast gleichzeitig mit dem Staatsexamen sein Dirigentendiplom und prägte während vieler Jahre die Zürcher Musikwelt massgeblich mit. Zusätzlich zu seiner Arztpraxis-Tätigkeit an der Rämistrasse widmete er sich mit grossem Enthusiasmus der Musik, dirigierte neben der Orchestergesellschaft verschiedene bekannte in- und ausländische Berufsorchester und engagierte als Solisten in den Konzerten mit der OGZ verschiedene spätere Grössen wie Daniel Barenbojm, Maurizio Pollini, Maria Stader, Nathan Milstein oder Arthur Grumiaux bereits in ihren jungen Jahren. Mit der OGZ trat er regelmässig in der Tonhalle, in verschiedenen Zürcher Kirchen sowie in der ganzen Schweiz auf und arbeitete auch oft mit Chören zusammen.


Hans Erismann 1979 - 1987

Nach dem plötzlichen Tod des Gründervaters im Jahre 1979 fragte man sich ernsthaft, ob man den Verein auflösen sollte. In diesem Augenblick war es für das Orchester ein grosses Glück, dass sich Hans Erisman, Chordirektor am Stadttheater/ Opernhaus Zürich und Preisträger der Georg-Nägeli-Medaille der Stadt Zürich, bereit erklärte, die verwaiste Dirigentenstelle umgehend zu übernehmen. Hans Erismann brachte viele wertvolle Beziehungen mit, die zu denkwürdigen Konzertaufführungen verhalfen.


Jacques Lasserre 1987 – 1995

Nach dem Tod von Hans Erismann fiel die Wahl aus 43 Bewerbern auf Jacques Lasserre, auch er Studienleiter am Opernhaus Zürich und Dirigent verschiedener Chöre der Ostschweiz Seine Tätigkeit bei der OGZ war reich an ausserordentlichen Ereignissen, wovon vor allem das Verdi/ Gershwin- Konzert in der Tonhalle sowie das Classic Open im Amphitheater von Vindonissa 1991 unvergesslich bleiben.


Jonathan Brett Harrison 1995 – 2014

Jonathan Brett Harrison begann seine musikalische Tätigkeit in England und war von 1975 bis 1995 Bratschist im Zürcher Kammerorchester, wo er auch immer wieder als Gastdirigent engagiert war. 1995 wurde er zum Dirigenten der Orchestergesellschaft gewählt, dirigierte daneben aber auch verschiedene andere Orchester im In- und Ausland. Unter seiner Leitung fanden u.a. regelmässig Konzerte in der Tonhalle, in der Kirche St. Peter sowie Chorkonzerte im Fraumünster und in Lausanne mit dem Choeur Faller statt. Eines der Highlights war bestimmt das ausverkaufte Neujahrskonzert 2007 in der Tonhalle zum 60-jährigen Bestehen der OGZ mit dem 14-jährigen Teo Gheorghiu als Solisten.


Olivera Sekulic ab 2014